Was ist DNA-Fragmentierung?
Anders als alle anderen Körperzellen ist das Spermium kleiner, hat einen Schwanz und ist bewegungsfähig. Die kleine Größe des Spermiums beruht auf der geringen Zellmasse (Zytoplasma), die einen Großteil der anderen Körperzellen bildet. Die Zellmasse stellt u.a. Enzyme zum Reparieren der DNA her, wenn sie durch eine so genannte DNA-Fragmentierung zerstört werden sollte.
Weil das Spermium diese Eigenschaft nicht hat, kann es die eigenen Schäden auch nicht selbst reparieren. Unter normalen Umständen bei einer richtigen Verpackung der DNA des Spermiums wäre das auch nicht notwendig. Die DNA des Spermiums besteht normalerweise aus langen DNA-Fäden, die sich um das Spermium wie ein dicht gewickeltes Garnknäuel winden, und die dichte Verpackung sichert, dass die DNA-Fäden nicht reißen. Wenn die DNA nicht gut verpackt ist, reißen die langen DNA-Fäden leicht. Das wird DNA-Fragmentierung genannt.
Die neuste wissenschaftliche Forschung zeigt, dass bei etwa der Hälfte der ungewollt kinderlosen Paare eine schlechte Verpackung der DNA der Spermien vorhanden ist. Eine schlechte Verpackung der DNA bzw. eine DNA-Fragmentierung ist nicht ersichtlich, wenn man ein Spermium durch ein Mikroskop beobachtet. Das Spermium schwimmt nämlich ganz normal und hat auch ein normales Aussehen. Das schnellste Spermium hat tatsächlich auch die größte Energieherstellung, was die Gefahr für eine DNA-Fragmentierung erhöht – wenn die DNA wohlgemerkt schlecht verpackt ist. Das Problem ist mit anderen Worten: Das Spermium, das zuerst an der Eizelle angelangt ist, ist nicht notwendigerweise das beste. Das Spermium kann die Eizelle befruchten, ist die DNA aber zerstört, kann sich die Eizelle nicht normal entwickeln und zu einem lebensfähigen Kind werden. Erklärung


