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Welche Behandlung ist für Sie die optimalste?

IUI (Insemination)
Wenn der DFI-Wert des Mannes unter 25 liegt, ist eine IUI-Behandlung empfehlenswert. Die Chance, ein Kind nach der IUI-Behandlung zu bekommen, beträgt nämlich etwa 20 % pro Zyklus, wenn es an der Verpackung der DNA der Spermien keine Schäden gibt (diese Zahlen basieren auf Forschungen der Universitätsklinik in Malmö).

Ist der DFI-Wert hingegen über 25, beträgt die Wahrscheinlichkeit nur etwa 1,5 %, dass die IUI-Behandlung zu einem lebend geborenen Kind führen wird. Eine IUI-Behandlung würde hier zu unnötigen Hormonbehandlungen und Enttäuschungen führen. Gleichzeitig verschwenden Sie Zeit und Geld.

Erklärung: Bei einer IUI-Behandlung hat das Spermium zu weit zu schwimmen und zu viel zu kämpfen, bevor es an der Eizelle angelangt und in die dicke Hülle der Eizelle eingedrungen ist. Wenn die DNA des Spermiums schlecht verpackt ist, kann sie alle diese Strapazen nicht vertragen. Wenn das Spermium in die Eizelle eingedrungen ist, hat es nämlich so viel Energie hergestellt, dass eine Fragmentierung (Zerstörung) der DNA längst stattgefunden hat. Es ist daher nur eine Frage der Zeit, bevor die Schwangerschaft abgebrochen wird. Wenn der DFI-Wert unter 25 liegt, ist die DNA so gut verpackt, dass eine Fragmentierung vor erfolgter Befruchtung der Eizelle nicht stattfindet.


IVF (Reagensglasbefruchtung)

Auch wenn der DFI-Wert unter 25 liegt, ist es in einigen Fällen nicht empfehlenswert, die IUI-Behandlung zu wählen. Die Frau könnte beispielsweise verschlossene Eileiter haben, wobei eine Schwangerschaft mit der IUI-Behandlung nicht möglich ist. Wenn andere Ursachen die IUI-Behandlung ausschließen und der DFI-Wert unter 25 ist, sollten Sie die IVF-Behandlung wählen.

Erklärung: Wenn der DFI-Wert unter 25 liegt, ist die DNA des Spermiums so verpackt, dass bei der Befruchtung vermutlich keine Fragmentierung erfolgt (wenn das Spermium Energie darauf verwendet, in die dicke Hülle der Eizelle einzudringen). Es gibt daher keinen Unterschied zwischen der Erfolgsrate bei einer IVF- und ICSI-Behandlung.

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ICSI
(Mikroinsemination)
Wenn der DFI-Wert über 25 ist, ist die ICSI-Behandlung die effektivste Fertilitätsbehandlung. Hier gibt es eine etwa 50 % größere Wahrscheinlichkeit für ein positives Ergebnis der Behandlung gegenüber der IVF-Behandlung.

Bei etwa 2-3 % der ungewollt kinderlosen Paare ist der DFI-Wert sogar über 50. In diesen Fällen kann es auch mit der ICSI-Behandlung schwierig werden, ein Kind zu bekommen. Vor Beginn der ICSI-Behandlung ist es daher sehr wichtig, die etwaigen Ursachen (link til Ursachen) beim Mann zur Klärung des hohen DFI-Wertes zu untersuchen. 

Erklärung: Die ICSI-Behandlung ist für das Spermium, das über eine schlecht verpackte DNA verfügt, sehr schonend. Die ICSI-Behandlung hilft dem Spermium den ganzen Weg in die Eizelle. Im Gegensatz zur IUI-Behandlung braucht es nicht so weit durch Gebärmutter und Eileiter schwimmen. Im Vergleich zur IVF-Behandlung hat es auch nicht in die dicke Hülle der Eizelle einzudringen. ICSI ist daher die beste Fertilitätsbehandlung, wenn der DFI-Wert über 25 liegt. Wenn der DFI-Wert über 50 ist, ist die DNA aber sehr anfällig. Eine Fragmentierung erfolgt sehr schnell. Auch bei einer ICSI-Behandlung ist daher eine reduzierte Erfolgsrate zu erwarten. Eine Untersuchung der Ursachen (link) vor Beginn der Fertilitätsbehandlung ist daher wichtig. Ggf. sollte bei einer ICSI-Behandlung die Gewinnung von Spermien aus dem Hoden überlegt werden. Die neuste Forschung deutet an, dass diese Spermien robuster sind und nicht in demselben Umfang einer DNA-Fragmentierung ausgesetzt werden (Greco et al. 2005, Wertmann et al. 2010).

Wie im IVF-Abschnitt erwähnt haben Faktoren bei der Frau auch Bedeutung für die Wahl der Fertilitätsbehandlung. Die obigen Empfehlungen beziehen sich auf die Verpackung der DNA der Spermien. Die erwähnten Erfolgsraten wurden in einem Forschungsprojekt erzielt, in dem sicher gestellt wurde, dass es bei der Frau keine Probleme gab (Bungum et al. 2007).